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rennersistas

Susanne, Stefanie, Georg

Österreich
Burgenland

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rennersistas: Biodyn Naturwein der Extraklasse. Kein Chi chi, nur fermentierter Traubensaft

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Österreich, Burgenland

Gols

Biodynamische Landwirtschaft. Spontangärung. Ohne Eingriffe im Keller, somit keine Filtration und keine Zugabe von Schwefel. Bei rennersistas selbstverständlich. Als Mitglied im biodynamischen Demeterverband und der PANNOBILE Gruppe bringen die zwei Schwestern Susanne und Stefanie, nun verstärkt durch ihren Bruder Georg, in dritter Generation feinste Naturweine auf die Flasche.

Sprungbrett
Ommmmm bei den Rennersistas

Susanne und Stefanie: Die rennersistas

Im wunderschönen Örtchen Gols, direkt am Neusiedler See, liegt das Weingut rennersistas. Im Osten Österreichs, nur etwa eine Stunde Autofahrt entfernt von Wien, arbeitet hier die gesamte Familie Renner an einer Vision. Eine Vision von biodynamischer Landwirtschaft kombiniert mit einem naturbelassenen Ausbau im Keller und der Erfahrung von drei Generationen. Denn um diese Vision umzusetzen, mussten auch familiäre Hürden überwunden werden: Nicht selten kommt es beim Generationenwechsel in Weingütern zu Unstimmigkeiten. Die Eltern haben oftmals andere Vorstellungen für die Zukunft als deren Kinder und die Weitergabe scheitert oder gestaltet sich sehr schwierig. Aber nicht so im Hause Renner. Hier arbeiten mittlerweile drei Generation erfolgreich zusammen und bilden mit ihrer Erfahrung den festen Anker des Weingutes.

Bereits 1988 übernahmen die Eltern, Birgit und Helmuth, den Hof und nannten ihn Weingut RENNER. Einige Jahre später, genauer in 2015, kamen dann die Töchter Susanne und Stefanie zum Zuge. Allerdings hatten die zwei Schwestern eine grundverschiedene Herangehensweise an den Ausbau vom Wein der Zukunft. So kam man zur optimalen Lösung, indem der Betrieb fortan zweigleisig arbeitete: Weingut RENNER und die separaten Weine der rennersistas. Beide Generationen konnten weiterhin Wein produzieren, ganz nach ihren Ideen und Herangehensweisen und dennoch blieb man ein Weingut, ein Familienweingut. Eine Idee die zum Erfolg wurde und bis heute noch so besteht. Denn 2020 kam sogar noch erfolgreich die dritte Generation mit Bruder Georg hinzu. Er bringt sich bei RENNER und rennersistas mit ein und machte den Familienbetrieb somit perfekt.

Die Naturweine von den Rennersistas:

Biodynamische Landwirtschaft – gesunde Böden durch saftige Begrünung

Mittlerweile bewirtschaftet das Weingut RENNER & rennersitas über 12 Hektar Weinberge von höchster Qualität. Bereits 2012 erfolgte durch die Eltern, Birgit und Helmuth, die Umstellung zum ökologischen Weinbau. 2018 wagten dann Susanne und Stefanie nach intensiver Auseinandersetzung mit den Lehren Steiners die Umstellung auf absolut höchste Qualität. Alle Weinberge wurden fortan biodynamisch bewirtschaftet und man wurde Mitglied des biodynamischen Verbands Demeter. Damit einher geht ein erheblicher Mehraufwand in den betrieblichen Prozessen: Es werden die Feldpräparate wie Hornmist (500) und Hornkiesel (501) ausgebracht, ein intensives Auseinandersetzen mit Kompost und den Kompostpräparaten wird von der Winzer*in verlangt. Ein Mehraufwand, der sich nicht nur positiv auf den Geschmack der Weine auswirkt, sondern auch unglaublich wichtig für die Zukunft unseres Planeten ist. Spitzenweine können ausschließlich von Weinbergen mit gesunden Böden kommen. Begrünte und gesunde Weinberge sind dementsprechend unabdingbar für den Humusaufbau und gesundes Bodenleben.

Auch ein Mehraufwand, der unglaublich präzisen, spannenden Wein hervorbringt. Der notwendig ist für eine saubere Spontanvergärung und einem erlaubt, auf jegliche Behandlungsmittel im Keller zu verzichten. Gleichzeitig wichtig ist für die CO2-Bilanz der Weinberge. Nur durch begrünte Weinberge können wir es schaffen, die CO2-Bilanz und Nachhaltigkeit der Weingüter zu verbessern. Genau dies meistern RENNER & rennersistas mit Bravour.

Die Weinberge am Neusiedler See

Die Weinberge liegen allesamt direkt um Gols verteilt. Auf den Lagen Altenberg, Schafleiten, Goldberg, Gebühl und Ungerberg werden alle Reben nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaftet. In den Sommermonaten explodiert die Begrünung in den Weinbergen. Ein Spektakel, das guten Wein auszeichnet. In den Weinbergen selbst werden neben roten Rebsorten wie Zweigelt, Blaufränkisch, Merlot, Pinot Noir und St. Laurent, die vor allem von Vater Helmuth angelegt wurden, auch weiße Rebsorten bewirtschaftet. Also zum Beispiel Welschriesling, Chardonnay, Grüner Veltliner, Muskat, Weißburgunder, Grauburgunder oder Gewürztraminer.

„Biodynamisch nach Demeter. Sanfter Rebschnitt. Biodiversität und standortangepasste Begrünung. Lebendige Weine. Handarbeit. Spontanvergärung. Handlese. Ausreichend Zeit in Holz- oder Tongebinden. Keine Filtration, keine Schönung. Feinhefe statt Schwefel. Weglassen statt Hinzufügen. Begleiten statt Intervenieren.“

Und auch im Keller arbeiten die rennersistas ganz im Sinne der natürlichen Weinherstellung. Ausgebaut werden die Weine in großen wie kleinen Holzfässern oder Amphoren. Chemische Behandlungsmittel, die den Wein in seiner Eleganz schwächen und eigentlich nur dazu dienen, schlechte (Weinbergs)arbeit zu übertünchen, sucht man hier vergeblich. Es werden absolut keine Behandlungsmittel eingesetzt. Es wird weder filtriert, noch wird Schwefel hinzugesetzt. Um diese Stilistik erfolgreich zu meistern, müssen absolut beste Voraussetzungen im Weinberg geschaffen werden. Es gilt die pH-Werte der Trauben durch gezielte Bodenbewirtschaftung und eine frühere Lese zu senken. Denn nur durch niedrige pH-Werte lässt sich ein Wachstum von unerwünschten Bakterien im Wein verhindern. Durch die frühere Lese kommen auch gänzlich andere Aromen im Wein zum Vorschein. Die Weine werden frischer und knackiger, haben mehr Trinkfluss und begeistern durch eine straffe Säure.

Außerdem versuchen die rennersistas möglichst jegliche Pumpvorgänge im Keller zu unterlassen. Die Idee dahinter ist, den Kontakt mit Maschinen auf ein absolutes Minimum zu senken. Denn jeder einzelne Pumpvorgang eines Weines bedeutet immer, dass Scherkräfte auf den Wein einwirken. Ein Vorgang, der sich absolut negativ auf die Aromakomplexität der Weine auswirkt. Bei rennersistas versucht man dem vorzubeugen, indem man auf Schwerkraft setzt. Holzfässer oder Amphoren werden über Gabelstapler angehoben und allein durch die Schwerkraft entleert. Ein nächster Schritt in der Kellerwirtschaft, den es heute bisher noch nicht allzu oft gibt.

Perfekt reife Trauben bei der Ernte

Gols als Hauptstadt des Burgenland Weines durch PANNOBILE

Das Weingut RENNER zählt zu den Gründern der PANNOBILE Gruppe von 1994. Idee der Gruppe war und ist es bis heute, die Region mit dessen Böden und Klima auf eine moderne Sicht widerzuspiegeln. Fernab vom Parker-Idealgedanken der 90er Jahre, durch den immer mehr Weine mit internationale Rebsorten hergestellt, geprägt von Barrique zu vollmundigen undalkoholreichen Tropfen ausgebaut wurden und damit bei Parker im Ranking hohe Punkte einsammelten. Ein Leitbild, an dem sich viele Weingüter orientieren und ihre Produktion umstellen. Die Mitglieder der PANNOBILE wollten genau diesem Gedanken entgegenwirken und ihren eigenen Stil verwirklichen. Es galt, den bestmöglichen Wein herzustellen und einen einzigartigen Stil, den Stil der Region um Gols, zu schaffen.

Unser Fazit

Bei rennersistas wird es einem beim Verkosten definitiv nicht langweilig. Es laden spannende frische Rotweine, die eine komplette neue Generation im österreichischen Weinbau widerspiegeln, ebenso ein, wie unglaublich verrückte, aber dennoch präzise Weißweine, deren Aromatik einen zum schmelzen bringen und zum nachdenken anregen. Wir sind restlos überzeugt und freuen uns seit jedes Jahr auf die neuen Weine. Ein Hoch auf die rennersistas!