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Natur-Roséwein

Der Roséwein, wer mag ihn nicht? Ob leicht rosa oder kräftig rot, im Sortiment von Forever Thirsty findest Du Rosé-Naturwein für jeden Geschmack.

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Rosé Naturwein

Rosé hat nicht den besten Ruf – oft wird er als einfache Sommer-, Sonne-, Strandlimo abgetan, welche von minderer Qualität sei und eben weder Rot noch Weiß ist, sondern ein billiges Gemisch. Roséwein erscheint meist hellrosa bis zu einem satten lachsfarbenen und Kupfer oder gar leuchtendem Pink im Glas. Roséweine sind hellfarbige Weine und werden in der Regel aus Rebsorten mit blauer Schale und manchmal auch rotem Fruchtfleisch hergestellt. Über Roséwein wird oft fälschlicherweise die Annahme gemacht, dass diese restsüß wären. Außerdem schrecken die faden Rosés von Massenerzeugern ab. Viele Rosés sind jedoch trocken ausgebaut und äußerste finessenreich. Je nach Rebsorte und Ausbauform, also zum Beispiel der Dauer des Schalenkontaktes, bekommen Rosés eine sehr unterschiedliche Charakteristik und Färbung. Ein Rosé kann also sehr kräftig schmecken oder ganz filigran und leicht sein. Roséwein kann einen schlanken Körper, einen mittleren Körper oder einen vollen Körper haben. Bei uns kannst du beispielsweise tollen Rosé aus Italien probieren vom Tröpfltalhof in Südtirol oder von Ampeleia probieren. Das Weingut Ampeleia produziert in der Toskana einen erfrischend, würzigen Rosé aus Carignan und Grenache

Die Geschichte des Roséweins

Rosé ist eine der ältesten Weinarten überhaupt. Da man früher nicht viel Wissen über die Vinifizierung von Rotwein hatte, wurden diese meist hellrot, also als Rosés ausgebaut. Die Bekanntheit des Rosés ging jedoch durch die Zerstörung des europäischen Weinbaus zugrunde und erhielt erst durch Sommerurlauber an der französischen Mittelmeerküste, wo einige Reben von der Reblaus verschont blieben, wieder ihren Aufschwung. Die Reben dort wachsen zumeist in sandigen Böden, die die Reblaus eher meidet. Die Berühmtheit des Rosés der Provence war geboren und der Roséwein als Sommergetränk etabliert.

Die Herstellung von Rosé

Zur Herstellung von Rosé gibt es verschiedene Methoden, welche zu unterschiedlichen Eigenschaften bei dem fertigen Produkt führen. Je nach Rebsorte und der angewandten Methoden im Keller entsteht ein leichter, frischer oder ein vollmundiger, kräftiger, würziger Roséwein. Üblich sind folgende Methoden.

Methode der kurzen Maischestandzeit

Die üblichste Methode zur Herstellung von Rosé ist die Direktpressung mit einer sehr kurzen Maischestandzeit. Alle berühmten südfranzösischen Rosés werden so hergestellt. Durch den kurzen Kontakt des Mostes mit den roten Beerenschalen werden nur wenige Farb- und Gerbstoffe aus den Beerenschalen, den Kernen und dem Stielgerüst gelöst. Außerdem findet diese Standzeit vor der alkoholischen Gärung statt, weshalb noch kein Ethanol vorhanden ist, welches stark zur Farbextraktion aus den Beerenhäuten beiträgt. Die Trauben werden etwas früher, mit geringerem Alkoholgehalt und höherer Säure schonend gelesen und in die Presse gegeben. Dort lässt man Schalen und Most so lange in Kontakt, bis die gewünschte Farbe und der gewünschte Geschmack erreicht ist. Danach presst man ab und lässt den Most zu Roséwein vergären. Bei der Pressung wird darauf geachtet, die Beeren möglichst schonend zu behandeln, um möglichst wenig Gerb- und Trubstoffe aus den Schalen zu lösen. Roséweine, die mit dieser Methode hergestellt wurden, sind gezielt als Rosés ausgebaut und einige davon sind die feinsten, delikatesten Rosés des Marktes. 

Die Saignée-Methode

Eine andere Methode zur Roséherstellung ist die Saignée-Methode. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Saftabzug in der Anfangsphase der Rotweinherstellung, welcher gemacht wird, um Rotweine stärker zu konzentrieren. Dabei wird noch vor der Gärung, nach circa 12 bis 48 Stunden ein Teil des Mostes, circa 10-15% aus dem Tank ohne Pressung abgezogen. Der Rotwein wird durch den nun höheren Anteil an Beerenschalen konzentrierter, hat mehr Substanz und Geschmacksintensität. Aus dem Saftabzug, welcher noch eine geringe Färbung hat, da die Kontaktzeit mit den Beerenschalen nur kurz war, wird nun Roséwein hergestellt. Rosés, die durch die Saignée-Methode hergestellt werden, haben oft eine intensivere Farbe als Rosés aus Direktpressung und außerdem höhere Alkoholgehalte, da sie aus vollreifen Trauben hergestellt wurden, welche für die Rotweinbereitung bestimmt waren. Es handelt sich bei solchen Rosés um Nebenprodukte der Rotweinherstellung mit oft minderer Qualität.

Roséwein als Mischung von weißen und blauen Trauben

Eine weitere Möglichkeit um Rosé herzustellen ist die Mischung von Weißwein und Rotwein. Diese Methode ist in der Champagne zur Herstellung von  Rosé-Champagner üblich. In Europa ist diese Methode ansonsten nicht erlaubt, um Roséwein herzustellen. Die Mischung von Weißwein und Rotwein kann jedoch in Deutschland als Rotling vermarktet werden und hat damit jedoch eine mindere Qualität als Rosé. Ein Rotling ist beispielsweise der sogenannte badisch Rotgold, eine Cuvée aus den badischen Rebsorten Grauburgunder und Spätburgunder. Das Pendant aus Württemberg dazu ist Schillerwein und aus Sachsen der Schieler. Die roten und weißen Trauben werden gemeinsam gekeltert. Die Mischung von weißen und roten Rebsorten ist auch in der Naturweinszene in Europa sehr verbreitet, wird jedoch kritisiert, da sie das Image und das Qualitätsversprechen von Rosés herabsetzt. 

Ein qualitativ minderwertiges Verfahren zur Herstellung von Roséwein ist der Einsatz von Aktivkohle, die dem Rotwein Farbe entzieht und dadurch einen Roséwein entstehen lässt. Roséwein ist leider oft nur ein Nebenprodukt bei Winzer*innen und nicht deren Hauptaugenmerk. Es gibt jedoch viele hervorragende Roséweine, welche gezielt aus den besten Trauben hergestellt werden.

Rebsorten für den Roséwein

Am bekanntesten unter des Rosés ist vermutlich der Provence Rosé, welcher sich durch seine sehr schwache Rosafärbung auszeichnet. Rosés aus der Provence sind zumeist eher frisch und fruchtig ausgebaut und werden aus einem Verschnitt von Rebsorten wie Grenache, Syrah, Cinsault und Mourvèdre vinifiziert. Geschmacklich erinnert er an Erdbeeren, Wassermelone und Rosenblätter. Die leichte Rosa Farbe entsteht durch einen sehr kurzen Kontakt mit den roten Beerenschalen. Roséweine aus Grenache sind oft eher fruchtintensiver und aromatisch und haben eine schöne Säurestruktur. Roséweine aus Mourvèdre sind eher blumig und vollmundig und zeichnen sich durch viel Frucht aus. Können aber auch herzhafte Noten von Kräutern und Rauch entwickeln. Typisch für Italien sind Rosatos aus der Rebsorte Sangiovese, welche relativ kräftige Säure und herbe Aromen mitbringen können und nach frischen Erdbeeren und Pfirsich duften. Roséweine aus Italien eigenen sich dadurch auch hervorragend als Essensbegleiter. Auch etwas intensiver sind Tempranillorosés, welche grüne Pfeffer- und Kräuternoten mitbringen, was sie zu einem guten Begleiter von Grillspeisen macht. Tempranillo wird insbesondere in Spanien produziert. Ebenso etwas rustikaler sind Syrah und Cabernet Sauvignon Rosés, da diese dickschaliger und anthocyanreicher sind. Besonders Syrahrosés sind eher kräftig im Geschmack und haben eine dunklere Farbe als anderes Rosés.

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