Naturwein aus

Chardonnay

Chardonnay, die Königin unter den weißen Trauben. Oftmals wird gesagt, sie sei eine Winzer*innentraube. Da sie fast auf der ganzen Welt wächst und gedeiht, liegt es an der Winzer*in, was sie daraus macht. Und die Winzer*innen bei Forever Thirsty verstehen ihr Handwerk. Somit können wir Euch fantastische Chardonnays anbieten, wobei der Geschmack von easy drinking und einfach bis hin zu maischevergoren, funky und wild reicht. Viel Spaß beim Probieren! Chin chin.

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Chardonnay – die Königin unter den Weißweinen

Chardonnay ist sicher eine der bekanntesten weißen Rebsorten weltweit, welche Spitzenweine auf aller Welt mit spannenden, vielfältigen Charakteristika hervorbringt. Cremig, leicht, fruchtig frisch, spritzig, blumig, würzig, tiefsinnig. Chardonnay ist die Königin der Weißweine und ist eine wilde, natürliche Kreuzung aus den Rebsorten Heunisch und Pinot. Man vermutet ihre Herkunft im Burgund. Dort gibt es einen kleinen Ort namens Chardonnay, welcher der Namensgeber für den heute so berühmten Wein ist. “Chardon” heißt übrigens auf Französisch Distel – was aber so gar nicht dem Geschmack von Chardonnay entspricht. Chardonnay überzeugt durch sein geschmackliches Können und im Weinberg durch seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Standortgegebenheiten. Die bekanntesten Chardonnays weltweit kommen aus dem Burgund. Weinbaugebiete wie das Chablis, Puligny-Montrachet und Meursault bringen fruchtig, frische bis milde, mineralische Chardonnays hervor. Jedoch auch aus Südtirol in Italien, Australien und den USA kommen weltweit bekannte, geniale Chardonnays her. Und nicht zu vergessen der Blanc de Blanc: Aus Chardonnay wird in der Champagne einer der besten und berühmtesten Schaumweine hergestellt.

Der vielfältige Geschmack des Chardonnays

Ein festes Geschmackbild des Chardonnays ist schwer zu erstellen, da durch die Vielzahl der Standorte und Klone des Chardonnays ein sehr breites Qualitäts- und Geschmacksspektrum entsteht. Chardonnays werden jedoch in sensorischen Analysen oft die Aromen Himbeere, Tabak, Vanille, tropische Früchte und Pfirsicharomen zugeschrieben. Der öfters relativ hohe Alkoholgehalt um die 13 % vol. des Chardonnays lässt diesen cremig, weich und süß erscheinen, was dem Gaumen schmeichelt und ihn vermutlich auch so beliebt und bekannt bei den Konsument*innen gemacht hat. Den Geschmack des Weins bestimmt immer auch die Form des Ausbaus mit. Weine können in Beton, Edelstahl, Holz oder Ton ausgebaut werden. Chardonnay aus dem Edelstahltank ist beispielsweise eher frisch, spritzig und von angenehmer Säure. Wird Chardonnay oxidativ, also unter Luftzufuhr, ausgebaut, welche es beim Barrique immer in minimaler Form gibt, bekommt er eher die cremig, buttrigen Sekundärnoten und ein sehr breites Mundegefühl. Außerdem kann das Holz den Geschmack der Chardonnaytraube um Aromen wie Vanille und Kokos ergänzen. Zusätzlich zum Holz war sehr lange (und ist es oft immer noch) die Battonage sehr beliebt, welche den Chardonnay zu einem dicken, weichen, cremigen Weißwein werden lässt. Bei einer Battonage wird der Bodensatz aus Hefe, welcher sich nach der Gärung im Holzfass bildet, immer wieder aufgerührt. Durch den Kontakt des Weines mit der Hefe wird dieser weicher und cremiger. Vielen sagt dieser Geschmack jedoch nicht mehr zu – Chardonnays sind mittlerweile oft fruchtiger und frischer erwünscht und werden dementsprechend ausgebaut. 

Chardonnay und der biologische Säureabbau

Die geschmackliche Charakteristik des Chardonnays hängt jedoch auch davon ab, ob er mit oder ohne Biologischen Säureabbau (BSA) vinfiziert wurde. Chardonnays welche einen BSA machen, haben ein besonders cremiges Mundgefühl und haben eine geringere Säure. Beim biologischen Säureabbau wird Äpfelsäure in Milchsäure umgewandelt, welche dem Menschen weniger sauer erscheint. Dabei kann auch Diacetyl entstehen, welches einen laktischen Geschmack erzeugt: Der Wein schmeckt dann ein bisschen wie Joghurt. Sehr charakteristisch ist dies übrigens für Gamay aus dem Beaujolais, bei welchem man manchmal meinen möchte, man hätte ein Erdbeerjoghurtbonbon im Mund. In zu hohen Konzentrationen wird aus Diacetyl jedoch ein Weinfehler, da dieses dann alle anderen Aromen dominiert. 

Welchen Chardonnay sollte man mal probieren?

Da Chardonnays weltweit hergestellt werden, ist auch die Möglichkeit die verschiedenen Geschmäcker kennenzulernen, immens. In der Steiermark in Österreich nennt man Chardonnay übrigens Morillon. Einen ganz besonders tollen kannst du hier bei uns von Wertlitsch probieren – Dem Chardonnayking aus Österreich. Bei Verkostung dieses Chardonnays springt Dir Popcorn durch den Gaumen, zartschmelzende Butter umrandet das Glas und reife gelbe Äpfel geben einen Frischekick. Auch unbedingt probieren sollte man aus Österreich die Chardonnays von Judith Beck, Gsellmann, Mike Muff und den Rennersistas, alle aus dem Burgenland, von überraschend komplex, knackig frisch über vielseitig würzig zu rauchiger Limette. Spitzen-Chardonnays müssen definitiv nicht aus dem Burgund kommen, sondern können auch in Südtirol, im nördlichen Italien vinifiziert werden. Tolle Chardonnays machen dort zum Beispiel Leila und Dominic vom Weingut GRAWÜ, welchen du auch bei uns probieren kannst. Die Chardonnays von GRAWÜ gehören zu den saftig-frischen ihrer Art, mit nicht zu hohem Alkohol und jeder Menge Spaß. 

Chardonnay verkosten

Weine können ganz unterschiedlich verkostet werden, man kann die verschiedenen Jahrgänge probieren einer Rebsorte oder eines Anbaugebietes oder eines Winzers oder man probiert den Ausbau einer Rebsorte von verschiedenen Winzer*innen. Die Vielzahl an Chardonnays und die Vielseitigkeit seiner Geschmäcker lädt zu einer Querschnittsprobe durch die Chardonnaywelt ein. Indem man beispielsweise verschiedene Chardonnays aus Österreich von verschiedenen Winzer*innen aus Österreich probiert, kann man die facettenreiche Aromawelt des Chardonnays besser kennenlernen.

Wo wächst Chardonnay?

Circa 200 000 ha gibt es weltweit, welche mit Chardonnay bepflanzt sind. Chardonnay ist nach Airén die meist angebaute Weißweinrebsorte weltweit. Besonders gut gerät Chardonnay auf kalkhaltigen Böden, also Böden mit einem niedrigen pH-Wert. Jedoch ist die Rebsorte relativ anspruchslos und kann durch ihre Anpassungsfähigkeit so gut wie auf jedem Standort angebaut werden. Chardonnay kann unter den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen angepflanzt werden und kann sich auch an Trockenheit durch seine tiefen Wurzeln anpassen. Den weit verbreiteten Pilzen, welche den Weinbergen zu schaffen machen, dem echten und falschen Mehltau, kann die Rebsorte einigermaßen trotzen, jedoch macht ihr die Grauschimmelfäule, also Botrytis zu schaffen, weshalb Chardonnay nicht zu ertragsreich angebaut werden sollte und eine gute Durchlüftung in der Traubenzone wichtig ist.

Chardonnay und Champagner

Für die Vinifikation von Champagner dürfen nur drei verschiedene Rebsorten verwendet werden: Pinot Meunier, Pinot Noir und eben Chardonnay. Fast die Hälfte des gesamten Chardonnays in Frankreich wird in der Champagne angepflanzt. Werden für den Champagner nur die weißen Chardonnaytrauben genutzt, spricht man von einem Blanc de Blancs Champagner, also einem weißen aus weißen Trauben gekelterten Schaumwein. Das Gegenstück dazu ist der Blanc de Noir, also einem weißen aus schwarzen Trauben gekelterten Schaumwein. Auch hier ist jedoch oft Chardonnay mit dabei und aber auch die roten Rebsorten Pinot Noir und Pinot Meunier. 

Rosa Chardonnay

Vielleicht habt ihr schonmal von Rosa Chardonnay oder Chardonnay Rosé gehört. Diese schmackhaft, attraktiv klingende Rebsorte ist eine Farbmutation des Chardonnays, welche man in Deutschland, Venetien und Frankreich findet. Die leicht rosa Schale der Trauben verursacht eine leichte Rotfärbung des Weines und gibt diesem etwas mehr Tannine mit. Ansonsten ist die geschmackliche Charakteristik sehr ähnlich wie beim ursprünglichen Chardonnay. 

 

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