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Podere Sassi

Leo & Familie

Italien
Latium

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Podere Sassi: Latium reloaded. Naturwein vom Allerfeinsten.

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Italien, Latium

Montebuono

Leo produziert auf seiner kleinen Farm an der Grenze zwischen Umbrien und dem Latium Weine, die man einfach nur als fantastisch bezeichnen kann. Natürlich, unverfälscht, voller Energie und exemplarisch für die Region Sabina. Rollende Hügel, die Apenninen im Hintergrund, Olivenbäume und Weinberge so weit das Auge reicht. Ein kleines Paradies. 

Sprungbrett

Leo und seine Familie 

Podere Sassi, so heißt das Weingut von Leonardo Sassi, genannt Leo. Schon seine Großeltern stammen aus dem Latium und so wächst der junge Leo auf der Farm in den Hügeln im römischen Umland auf. Hier verbringt er seine Kindheit und Jugend und bekommt mit in die Wiege gelegt, was Respekt für die Natur und die lokalen Traditionen bedeutet. Nebenbei hilft er seinem Großvater bei der Landarbeit und lernt ganz selbstverständlich, was es heißt nachhaltig zu wirtschaften und tollen Wein zu machen. Gemeinsam mit seiner Frau und ihren drei Kindern pendelt Leo heute zwischen der Farm und dem Familienbetrieb in Rom. Je nach Jahreszeit und anfallender Arbeit. Aber seine eigentliche Passion ist die Natur und der Ort, an dem er aufgewachsen ist. 

“Schau Dir diese Gegend an. Ist sie nicht wunderschön? Für mich ist das hier der schönste Ort der Welt. So ruhig, so wild, so wunderschön.” 

Leo

Podere Sassi: Ein Familienunternehmen mit Bäckerei

Leo ist nicht nur Winzer, sondern betreibt nebenher auch noch eine Bäckerei mit angeschlossenen Café und Restaurant in Rom – Panificio Nazzareno. Alleine für seine klassische Pizza alla Pala würde sich ein Trip hierher lohnen. Aber zurück in die Hügel, das römische Umland: Hier fühlt sich Leo am wohlsten und man ahnt schnell warum. Auf seiner kleinen, natürlich biologisch zertifizierten Farm baut er nicht nur Wein an, sondern produziert auch ein unglaubliches Olivenöl und hat einen tollen Gemüsegarten für Familie und das Restaurant in Rom. Gelegen am westlichen Rand der Region Sabina schaut man vom alten Familienhaus runter ins Tal, in die rollenden Hügel, die Apenninen bilden eine beeindruckende Kulisse im Hintergrund. 

Podere Sassi – Die Weine:

Die Region Sabina – Olivenöl 

Bekannt ist die Region Sabina, in der auch Leo’s Weinberge liegen, für ihr Olivenöl. Geschützt von den Apenninen und mit den auflandigen Winden vom Meer existiert hier ein Mikroklima, das ideal für die Landwirtschaft vor Ort ist. Trocken, gelegentlich mit Regen, das alles auf (teilweise) fruchtbaren Böden. Ideal für Olivenbäume, Wein, Obst und Gemüse. Und Leo’s Olivenöl sucht seinesgleichen: Natürlich biologisch werden hier die Sorten Frantoio, Leccino und Moraiolo zu einem Öl der Extraklasse kalt gepresst. Fruchtig, würzig und komplex. Ein kleines Stück Brot dazu, etwas Salz, ein Glas von Leo’s Wein. Perfetto. 

Das Latium: Alte Weinbautradition 

Neben erstklassigem Olivenöl hat die Region Sabina eigentlich auch eine uralte Weinbautradition. Klar, Rom ist direkt um die Ecke und wir wissen alle, dass die Römer schon vor tausenden Jahren gerne mal das ein oder andere Glas Wein tranken. Im Zuge der Industrialisierung und der Verwendung schwerer Maschinen auf großen landwirtschaftlichen Flächen entschieden sich jedoch viele Bauern, selber keinen Wein mehr zu machen, sondern die Trauben an die lokale Genossenschaft zu verkaufen – die zumeist billigen Massenwein herstellte. Somit ging ein großer Teil der lokalen Weinbautradition und des angesammelten Wissens nach und nach verloren. Zumal oft eher drauf geachtet wurde, viel Geld zu verdienen. Das Resultat waren oftmals große Monokulturen von Mais, Weizen oder anderen Nutzpflanzen. Nicht jedoch in Leo’s Familie und vor allem bei seinem Nachbarn. Hier wurden die eignen Weinberge gepflegt und gehegt, die Flächen und das Wissen an die nächsten Generationen übergeben. 

Podere Sassi: Die lokalen Trauben

Aus dem lehmigen, eisenreichen Boden des Latiums gedeihen die klassischen, mittelitalienischen Rebsorten hervorragend. Ausgeglichen durch die sommerliche Trockenheit haben der Trebbiano und Malvasia di Lazio bei den weißen Trauben, bei den roten der Montepulciano, Sangiovese die Aufgabe genug Nährstoffe und Wasser aus dem Boden zu ziehen, um leckere Trauben zu bilden. Die eigentlichen Stars sind jedoch der lokale Ciliegiolo und Cesanese – Beides uralte Rebsorten, die ganz wunderbaren Rotwein ergeben. 

Weinbereitung bei Leo – Weinberg und Keller

Wie all unsere Winzer bei Forever Thirsty arbeitet Leo so nachhaltig wie nur irgend möglich und verzichtet weitestgehend auf Eingriffe bei der Weinbereitung. Seine Weinberge und die seiner Nachbarn, von denen er kleine Mengen Trauben zukauft, werden alle nach biologischen Prinzipien bewirtschaftet. 

“Warum soll ich hier groß Chemie versprühen? Siehst du, die Trauben sind gesund. Und wenn du ein gutes Ökosystem schaffst, bei dem sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen, dann brauchst du gar nicht viel machen.”

Leo

Hofeigener Kompost, Obstbäume am Rande der Weinberge und überall vor Leben strotzende Wiesen und Hecken. Leo sorgt auf seiner Farm für ein funktionierendes Ökosystem, in dem sich Flora und Fauna nahezu unbeschränkt ausbreiten und entfalten dürfen. Die Pflege der Rebstöcke und Ernte erfolgt natürlich per Hand. 

Die gleiche Philosophie der “Minimal Intervention” wird logischerweise auch im Keller angewendet: Eine schonende Pressung der Trauben über mehrere Stunden (teils in einer alten Korbpresse), spontane Vergärung in offenen Behältern ohne Temperaturkontrolle, eine minimale Filtration. Ausgebaut werden die Weine in einer Mischung aus Stahl und Fiberglassbehältern. Immer mit dem Ziel, einen frischen Wein zu produzieren, der die Sprache der Region spricht. Je nach Wein und Dauer des Ausbaus wird lediglich ein Hauch Schwefel bei der Abfüllung hinzu

Podere Sassi: Die Weine

Coraggio: Eine Cuvée aus dem lokalen Malvasia di Lazio und Trebbiano. 3 Tage auf der Maische, danach 10 Monate auf der Feinhefe im Glasfasertank. Goldgelbe Farbe mit toller Aromatik (Honigmelone, Oregano, Grapefruit) und einer leichten Würze. 

Piccoli Passi: Der Orangewein von Leo. Gleiche Trauben wie beim Coraggio, jedoch mehr Malvasia als Trebbiano. Sanft angepresst dürfen die Trauben 2 Wochen mit dem Most vergären. Anschließend für 8 Monate im Glasfasertank. Wundervoll dunkelgold, ordentlich würzig (Oregano, Thymian) und mit einer saftigen Portion Orangenschale. 

A riveder le Stelle: Leo’s Rosé aus Cesanese und Ciliegiolo. Eine Nacht auf der Maische, danach 8 Monate im Stahl ausgebaut. Knackig frisch, dunkle Kirsche und eine bestechende Säure. Ein Rosé wie wir ihn lieben, mit etwas Tiefgang und Charakter. 

Sassolini: Ciliegiolo, die lokale Superstar-Rebsorte, hier im Glouglou-Style. Aus Leo’s jüngster Anlage, sanft angepresst, 5 Tage auf der Schale. Danach nochmal 9 Monate auf der Feinhefe in der Glasfaser. Jung, bestechend, süffig. Knallige rote Frucht, eine tolle Säure, glouglou eben. 

I Sogni: Leo’s Sangiovese. Klar als solcher zu erkennen, dennoch ganz eigenständig. Frische rote Frucht mit dem klassischen Veilchen. Ein Hauch mediterrane Kräuter. 10 Monate auf der Feinhefe. 

Portami Via: Ciliegiolo, hier reinsortig verarbeitet. Wunderschön dunkelrot schmeckt der Wein nach Waldbeeren, ohne jemals kitschig und marmeladig zu wirken. Die klassische Kräuternote ist auch hier dabei. Eine Woche auf den Schalen, danach 9 Monate Ausbau im Glasfasertank.

Unser Fazit 

Leo ist ein Mensch, den man einfach nur mögen kann. Sofort spürt man die Begeisterung für seine Produkte und Farm, die tiefe Verbundenheit, die er zu seiner Region und lokalen Traditionen hat, und die Sorgfalt, mit der er arbeitet und lebt. Ein toller Mensch eben. Seine Weine haben uns von der ersten Sekunde an fasziniert. So römisch, so italienisch, wie sie Leo’s Großvater und Urgroßvater eben schon immer gemacht haben. Einfach fantastisch. 

Stattet ihm und seiner Bäckerei doch einen Besuch ab, wenn Ihr das nächste Mal in Rom seid. Ihr werdet es nicht bereuen! 

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