What we’re drinking right now

Karim Vionnet Paket

56 €
Infos zum Paket
Wir wollen euch eine kleine Reise durch die Cru’s hier anbieten. Vom Village level zum Chiroubles bis zum Chenas. Eine Postkarte durch das Beaujolais. Terroirgeprägt, ehrlich und authentisch, so wie Karim eben auch ist.
Karim Vionnet - Chénas 2018
Karim Vionnet - Chiroubles 2018
Karim Vionnet - Beaujolais Villages 2019
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This wine package was curated by Emidio

Christoph Hoch Paket

40 €
Infos zum Paket
Die Weine von Christoph haben eine Besonderheit, die man im Kremstal, aber auch anderswo in Österreich, selten sieht: Sie werden nicht nach Jahrgängen abgefüllt, sondern von Christoph verschnitten. Das heißt, dass jeder der aktualle Jahrgang Wein der selben Weinberge mit anderen Jahrgängen vermischt wird. Christoph glaubt daran, dass durch diese Methode Schwankungen in den einzelnen Jahrgängen (Wetter/Qualität der Trauben/etc.) ausgeglichen werden und somit schlussendlich ein Wein auf die Flasche kommt, der seinTerroir perfekt widerspiegelt.
Christoph Hoch - Hollenburger rot NV
Christoph Hoch - Hollenburger Grüner Veltiner NV
Christoph Hoch - Kalkspitz NV
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This wine package was curated by Emidio

OUR TOP PICKS FOR CHRISTMAS

Our mission: Great natural wine

Wir bei Forever Thirsty haben eine Mission: Dir den besten Naturwein anzubieten, den es gibt.

Wir sind der Überzeugung, dass naturnah und nachhaltig hergestellter Wein die Zukunft ist. Sowohl für uns alle als Genießer, aber auch für die Natur und den Planeten. Im Gegensatz zum konventionellen Weinbau glauben wir daran, dass ein Wein in seiner Herstellung begleitet werden und sich so entfalten soll, wie die Natur es vorgesehen hat. Und nicht jedes Jahr unter Einsatz von Chemie im Weinberg oder Reinzuchthefe im Keller immer das gleiche Geschmackserlebnis entsteht.

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Mastermind. Treibt das Team an und kümmert sich um Nachhaltigkeit.

Lutz
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Wine Specialist. Gestaltet mit Max das Sortiment und ist unser B2B Hero.

Emidio
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Wine Specialist. Max gestaltet das Sortiment und organisiert fast alles.

Max
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Wine Specialist. Schreibt mit Moritz die Texte.

Maya
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Generalist. Hilft aus, wo sie kann und ist unersetzlich für das Team.

Eloise
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Wine specialist. Schreibt gemeinsam mit Maya die Texte.

Moritz

Was ist Naturwein?

„I don’t know where it’s going. Maybe it’s going to hell. You can’t make anything go anywhere. It just happens.“ Thelonius Monk

Naturwein hat viele Definitionen, du kannst ihn Naked Wein oder Vin Vivant nennen. Bei diesem Wein geht es also darum, dass er sehr natürlich und unverfälscht ist. Naturwein ist eine tolle Sache für dich und die Welt und auch den Boden. Unten erklären wir dir die 6 wichtigsten Kriterien für solch einen Naturwein.

Naturwein hat so viele Synonyme wie Definitionen. So wird er auch Naked Wine genannt, also Wein, nackt, rein und unverfälscht, wie ihn die Natur geschaffen hat. Oder man nennt ihn Vin Vivant, lebendiger Wein. Ein Wein, welcher von einem ganzen Jahr erzählt, von Frost und Hitze, von seinem Boden, auf dem er wurzelte und  von seinen Rebstöcken, an denen er reifte. Ein Naturwein trägt die nachhaltige, harte Arbeit der WinzerInnen im Weinberg im Geschmack und ist jedes Jahr aufs neue einzigartig. Naturwein steht nicht nur für schmackhafte, ehrliche Produkte, sondern auch für den Einsatz und das Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf unserer Erde, für Böden, die auch den nächsten Generationen noch Nahrung schenken und Bienen, die die Pflanzen bestäuben. Mit der Wahl einer Flasche Naturwein tut man also nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern auch der Erde – CHIN CHIN!

Von der Pflanze zur Flasche – wann ist ein Naturwein ein Naturwein?

…biologischer oder biologisch-dynamischer Weinbau was bedeutet das?

„Well, I suppose I’m a Monk kind of player. I think in terms of economy. I don’t believe in playing a thousand notes when one will do. I guess I’m sort of minimalist.“ Mal Waldron

Unsere Weine sind biologisch, wenn nicht sogar biologisch-dynamisch. Sie sind also komplett frei von Kontakt zu chemischen Pflanzenschutzmitteln – Pestizide, Fungizide usw. Unsere WinzerInnen, deren Produkte wir hier verkaufen, nutzen zum Pflanzenschutz nur natürliche Mittel, die auch die Natur glücklich machen und damit auch uns und den Wein. Yummy.

Die ökologische Landwirtschaft, die gegenwärtig weltweit einen Anteil von nur 10% an der landwirtschaftlichen Nutzfläche hat, unterscheidet sich von der konventionellen durch den Verzicht auf synthetisch hergestellte Pflanzenschutzmittel (also Fungizide, Herbizide, Insektizide und Pestizide) sowie auf chemische Mineraldünger. Der Einsatz der chemischen Pflanzenschutzmittel scheint die Arbeit im Weinberg zunächst zu erleichtern, auf lange Sicht bringen sie jedoch das Ökosystem in die Bredouille. Sie töten wertvolle Biomasse des Bodens und Regenwürmer ab, welche essentiell für das Gleichgewicht des Bodens sind. Hinzu kommt, dass manche Produkte bis in das Grundwasser sickern und damit auch in unser Trinkwasser. Genauso wenig wie Natur, Rebe und Tieren, tut also uns Menschen der Einsatz naturfremder Mittel Gutes.

Die NaturweinwinzerInnen arbeiten biologisch oder biodynamisch im Einklang mit der Natur, dem Boden und der Tierwelt. So erschaffen sie ein natürliches Produkt und erhalten gleichzeitig eine gesunde Flora und Fauna. Dazu gehört auch, sich von Monokulturen abzuwenden und der Biodiversität zuzuwenden. Unter anderem geschieht dies durch eine vielfältige Begrünung im Weinberg, welche die Artenvielfalt fördert, gut für den Humusaufbau ist und vor Erosion schützt. Ziel der NaturweinwinzerInnen ist es, die Rebe selbst, von Innen heraus, zu stärken, damit diese sich erfolgreich gegen Schädlinge wehren kann.

 

…Handlese – Was bedeutet das?

Handlese – wie es das Wort schon sagt ist die Lese des Weines mit den Händen. Wie die fleißigen Bienchen gehen die WinzerInnen zur Erntezeit mit ihren HelfernInnen in den Weinberg und holen all die schönen Träubchen. Das ist anstrengend aber macht auch ungemein Spaß – nur eine Empfehlung für euren Sommerurlaub. Und viel schöner mal wieder für Natur und Boden als diese dicken Maschinen namens Vollernter die sonst darüber rollen würden!

Die Handlese ist eine besonders schonende Form der Traubenlese. Mit ihr kann eine zusätzliche Bodenverdichtung, wie sie beispielsweise durch die riesigen Vollernter geschieht, vermieden werden. Außerdem können die NaturweinwinzerInnen bei der Handlese die gesunden Trauben von ungesunden selektieren und diese unbeschädigt in den Keller transportieren. Denn eine essentielle  Voraussetzung für einen guten, fehlerfreien Naturwein sind perfekte Trauben. Bedeutet aber auch viel  mehr Arbeit und natürlich mehr Arbeitskräfte – dafür überzeugt das Ergebnis!

…Spontanvergärung

„Man, sometimes it takes you a long time to sound like yourself.“ Miles Davis

Die Weine unserer WinzerInnen gären ganz von selbst, ganz spontan. Da kommt also nicht irgendein Schönungsmittel rein, nein, dass ist einfach nur der juicy Traubensaft direkt ausm Weinberg. Braucht manchmal länger und Bedarf etwas Geduld -lohnt sich aber.

Schon ganz zu Beginn der Weingeschichte sind die Weine spontan, nur mit Hilfe der natürlichen Hefen vergoren. Spontan heißt hierbei nur, dass der Zeitpunkt des Gärstarts nicht genau gesteuert werden kann. In den 60ern tauchten jedoch auf dem nordamerikanischen Kontinent die ersten Reinzuchthefen auf, welche dem Wein vor der Gärung zugegeben werden. Wenige Jahre später fand die Reinzuchthefe auch in Europa Einzug. Ihr großes Plus: die Weine sind reintönig, sauber und was wir Menschen so lieben, der Prozess des Gärens wird steuerbar und zuverlässig.

Schnell kann Reintönigkeit aber in Eintönigkeit umschlagen. Natürlich birgt die Spontangärung die Gefahr von unvollständiger Gärung, von Fehlern wie flüchtiger Säure oder Brettanomyces Hefen. Dies passiert jedoch nur, wenn im Weinberg oder im Keller nicht penibel und sauber genug gearbeitet wird. Der gewonnene Naturwein zeichnet sich nach der Spontangärung immer durch Einzigartigkeit, vielfältigere Aromen und Authentizität aus.

…minimale Filtration oder keine Filtration

„I never sing a song the same way twice.“ Billy Holiday

Cafefilter, Zigarettenfilter, Abgasfilter – Filter scheinen immer Sinn zu machen- nicht unbedingt beim Wein: unsere NaturweinwinzerInnen nutzen einen Trick, der nennt sich natürliche Sedimentation! Der Wein wird trotzdem clean und behält aber seine Aromen!

Um einen Wein zu stabilisieren und den Trub zu entfernen, können vielfache Verfahren angewandt werden. Von der Flotation, zum Schichtefilter über den Vakuumdrehfilter. Die schonenste Variante ist jedoch die Sedimentation. Auch damit kann ein Wein vollkommen klar werden. Die Sedimentation dauert 12-20 Stunden und sollte bei Temperaturen um die 15 Grad oder weniger stattfinden. In dieser Zeit, sollte man auf jeden Fall vermeiden, dass die Gärung beginnt, sonst wars das mit der Sedimentation. Bei der Sedimentation sinken die Trubteilchen langsam zum Boden des Tanks. Der Trub wird später vom Wein abgetrennt. Das saftige, vollmundige Aroma der Naturweine entsteht unter anderem dadurch, dass er minimal oder gar nicht filtriert wird. Bei einer intensiven Filtration werden zusätzlich zum Trub zahlreiche Aromastoffe aus dem Wein genommen.

…minimaler Einsatz von Schönungsmitteln

„Do not fear mistakes – there are none.“ Miles Davis

Die Frage die sich bei Schönungsmitteln stellt ist, will man einen Wein, der dem Ideal entspricht, vollkommen clean ist, klar ist und glänzt. Oder meint ihr nicht, dass ist wie im wirklichen Leben? Dann doch einfach nur langweilig? Die Individualität macht den Reiz, die Andersartigkeit bringt die Spannung, die Natürlichkeit macht das Aroma. In diesem Sinne – die Weine die wir hier präsentieren sind ohne die ganzen Zusätze und trotzdem auf ihre Art Perfekt !

Wie es der Name schon sagt, machen Schönungsmittel den Wein schön. Was schön ist, liegt aber bekanntlich im Auge des Betrachters. Man setzt sie ein, um den Wein von Trubstoffen, Proteinen, Kristallen, Weinbehandlungsmitteln und Spritzmittelrückständen zu befreien. Dazu wird beispielsweise Eiweiß verwendet, Gesteinsmehl (Bentonit) oder Kaliumhexacyanidoferrat(II) (Blauschönung). Eine Schönung sollte stets individuell auf den Wein abgestimmt werden, nicht zu stark sein und vor allem richtig durchgeführt werden. Dazu ist ein fundiertes Wissen auf Seiten des Winzers von Nöten. Jede Zugabe eines Mittels verfälscht jedoch den Grundgeschmack eines Weines, hinterlässt Spuren und Rückstände. Die höchste Qualität hat ein Wein somit eigentlich, wenn er gar keine Schönung benötigt, sondern er durch kompetente Weinbergsarbeit bereits schön ist, wie es bei gutem Naturwein der Standard ist. Das ist nicht immer leicht, denn das Lesegut sollte dazu in einem perfekten Zustand sein und nicht von Botrytis oder Schimmel befallen sein und im Keller muss dazu äußerst hygienisch gearbeitet werden.

…”Verzicht” auf Schwefel = Sulfite

Schwefel ist eig der falsche Begriff – es heißt Sulfite. Naja egal Begriffe hin oder her. Der Wein mit weniger ist jedenfalls mehr. Deshalb haben wir eine  Grenze von 50 mg/L SO2 gesetzt. Zu große Schwefelgaben lassen Weine uniform werden und eben auch nach Schwefel schmecken statt nach vergorenem Traubensaft.

Sulfite sind in der Weintraube bereits ganz natürlich vorhanden und die Hefen bilden während der Gärung sogar noch weitere Schwefelverbindungen. Es gibt also keinen Wein ohne Schwefel. Die Mengen an natürlich vorkommendem Sulfit sind jedoch sehr gering (10-30 mg/L). In der EU müssen Weine ab einer Sulfitmenge größer als 10 mg/L jedoch mit: Enthält Sulfite gekennzeichnet sein. Circa 90 % aller Weine werden zusätzlich Sulfite als Konservierungsmittel zugesetzt, um dem Wein eine lange Lagerfähigkeit mitzugeben. Diese Weine haben dann Werte bis zu 350 mg/L – ein vielfaches dessen also, was in Naturweinen vorkommen kann. Weine ohne zugesetzte Sulfite können leichter oxidieren, Geschmack und Farbe können beeinträchtigt werden. Hierbei kommt es auf das gesunde Maß an – große Mengen Schwefel lassen die Weine uniform und anspruchslos werden. Gesunde Trauben, von Hand geerntet, ein optimaler PH-Wert und maximale Sorgfalt im Keller machen Sulfite nahezu unnötig. Wir haben deshalb einen Grenzwert von 50 mg/L bei unseren Weinen eingeführt.

UNSER FAZIT

Naturwein ist also genau das, was das Wort aussagt: Wein, wie ihn die Natur durch die natürlichen Prozesse der Reben, Hefen und Bakterien bei minimaler Intervention durch den Menschen entstehen lässt. Ein Wein, der einlädt, die Geschmack gewordene Vielfalt der Natur zu entdecken. Der aber auch wesentlich mehr anstrengende, körperliche Arbeit von seinem/r HerstellerIn verlangt, mehr Risiko birgt, nicht zu gelingen und sich dadurch nicht für 2,99 über die Ladentheke schieben lässt. Eben ein Wein, der einzigartig ist.

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