Naturwein aus

Gamay

Gamay als einer der ersten, welcher im Burgund reif ist, wird meist jung und frisch genossen. Gamay ist ein Wein, der Spaß macht, der trinkig, saftig und einfach lecker ist! Typisch für Rotweine aus der in Frankreich beheimateten Rebsorte Gamay ist der Geschmack nach fruchtig roten Früchten wie Himbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren und der Duft nach Veilchen, oft mit Noten von Blumenerde und Bananen. Er zeichnet sich durch geringe Tannine, geringen Körper, aber viel Frucht und Säure aus.

Zeigt alle 5 Produkte

Zeigt alle 5 Produkte

Wie schmeckt Gamay eigentlich?

Gamay kann sich geschmacklich sehr unterschiedlich präsentieren, je nachdem von welchem Boden er stammt. Gamay ist jedoch meist mehr frucht- als tanninbetont und eher frisch als würzig. Die Weine können deshalb sehr jung genossen werden und bilden damit eine schöne Abwechslung zu den sonstigen Weinen des Burgunds. Er erfreut den Genießer durch niedrigen Alkohol, ein samtiges Mundgefühl, frischer, lebhafter Frucht, milder Säure und einem sehr akzeptablen Preis.

Probiere Gamay bei Forever-Thirsty

Bei Forever Thirsty kannst du von zwei tollen Winzern aus dem Beaujolais typische Gamays probieren. Von Clotaire Michal kannst du direkt zwei sehr unterschiedliche Gamays probieren: Der eine GlouGlou der andere ein ernster Gamay. Einerseits macht Michal den typisch kirschig, himbeerigen, saftigen Gamay mit niedrigem Alkohol und leichter Holznote, welcher leicht gekühlt super Spaß macht, den Libre Pensée und andererseits auch einen viel tiefgründigeren Gamay mit starker roter Frucht und einem lang anhaltendem Geschmack am Gaumen, den Fleur de Peau. Als Vergleich dazu kannst du die Gamays von Karim Vionnet probieren, welche sich wiederum ganz anders präsentieren. Der Chénas mit Rhababernase, großzügigem Mund und Kirsche, dagegen der Chiroubles schön blumig, marmeladig, frischer, ein sehr lebendig, feinmaschiger Wein. Nummer drei im Bund von Karim Vionnet ist der Beaujolais Villages ,vielleicht sein einfachster, aber knackigster Wein. 

Die Heimat des Gamay: Das Beaujolais

Der typische Gamay kommt aus dem Beaujolais. Ganze 60 % der circa 34 000 Hektar Gamay in Frankreich stehen in Weinbergen im Beaujolais. Im Beaujolais wird Gamay in zehn verschiedenen höher klassifizierten Anbaugebieten, in Frankreich Crus genannt, angebaut. Diese sind besonders im Norden des Beaujolais, welches sich durch Schiefer und kalkhaltige Böden auszeichnet, verteilt. Besonders bekannt sind zum Beispiel Fleurie, Saint-Amour und Morgon. Beaujolais-Villages ist die Qualitätsstufe darunter und Beaujolais und Beaujolais-Nouveau die einfachste Qualitätsstufe. Der Norden des Beaujolais zeichnet sich durch besonders sandige Böden aus, welche den Rebstock nur schwach versorgen, da der Sand schlecht Wasser speichern kann. Dies ist bei dem sehr stark wüchsigen und üppigen Gamay nötig, um die entsprechende Qualität zu erlangen. Übrigens: Gamay ist eine natürliche Kreuzung aus Heunisch und Pinot. Aus der gleichen natürlichen Kreuzung stammen beispielsweise auch die Rebsorten Aligoté, Melon de Bourgogne und Chardonnay, um nur die bekanntesten zu nennen. Gamay gibt es ansonsten außerdem im Mâconnais an der Loire, in der Auvergne, aber auch in der Schweiz wird er angebaut und in sehr kleinen Mengen sogar an der Mosel. 

Der Beaujolais Primeur oder Nouveau

Was den Gamay zu neuem Glanz verholfen hat, ist die Vermarktung als Beaujolais Nouveau. Gamay als einer der Ersten reifen Trauben im Burgund, wird oft als Beaujolais Primeur oder Nouveau vermarktet, also als erster Wein oder neuer Wein. Beaujolais Niveau wird hauptsächlich aus Gamay hergestellt, es ist jedoch der Verschnitt mit anderen Rebsorten erlaubt. Die Weine sind süffig und leicht und oft trotzdem von komplexer, spannender Frucht. Beaujolais Nouveau darf unmittelbar nach der Weinbereitung vermarktet werden und wird immer am dritten Donnerstag im November auf den internationalen Markt verschickt. Besonders im asiatischen Raum, vor allem in Korea und Japan, ist er sehr beliebt. Nicht alle Gamays werden direkt vermarktet, einige reifen auch etwas länger im Keller. Oft wird Gamay auch im klassisch burgundischem Stil hergestellt und bringt dann ganz andere Weine hervor, welche eher an einen Pinot Noir erinnern. Diese können dann auch gerne dann mal ein paar Jahre gelagert werden. 

Gamay und die Maceration Carbonique

Das Tolle an Gamay ist, dass er so jung und frisch schon unglaublich gut genießbar ist und gleichzeitig schon eine Ausbalanciertheit mit sich bringt. Dies liegt an der relativ schnellen Gärung der Maceration Carbonique (Kohlensäuregärung), welche dem Gamay seine typische Bananennote gibt und leider manchmal auch einen leichten Nagellackgeruch. Dieser Ton entsteht aus Aceton, welches besonders bei anaerober (sauerstoffarmer) Gärung verstärkt auftreten kann. Dieser Weinfehler entsteht jedoch nicht bei perfekt gesunden Trauben. Was den Geschmack des Gamays also bestimmt ist, nicht nur das Terroir von welchem er stammt, sondern auch seine typische Art der Vinifikation: Die Kohlensäuremaischung oder auch Maceration Carbonique.

Bei dieser aus dem Beaujolais stammenden Form der Weinherstellung wird unter dem Ausschluss von Sauerstoff gearbeitet. Die ganzen, meist unversehrten Trauben werden direkt aus dem Weinberg in den Gärbehalter, also einen Maischetank gegeben, dieser ist meist aus Stahl. Anschließend wird CO₂ als Medium zum Schutz vor Oxidation auf die Trauben gegeben und der Tank verschlossen. Dadurch kommt keine Luft mehr an die Trauben und die Gärung erfolgt unter sauerstofffreien Bedingungen. Durch die intrazelluläre Vergärung entstehen im Wein die für den Gamay typischen Eigenschaften. Die Weine wirken weicher, manchmal bekommen sie laktische Noten durch die entstehende Milchsäure und schmecken dann fast wie ein Erdbeerjoghurt. Außerdem entstehen Aromen wie Zimt und Banane im Wein. Bei der intrazellulären Vergärung wandern die Farbstoffe der Beerenschale in das Fruchtfleisch, weshalb dieses danach komplett rot ist. Bei circa 2 % Alkohol platzen die Trauben dann jedoch auf und eine “normale“ Gärung des Weines beginnt. Wichtig bei der Vinifikation mit Maceration Carbonique ist jedoch, dass die Säure durch den Abbau von Weinsäure in Milchsäure abnimmt und somit auch der pH-Wert steigt, was dazu führt, dass die Weine instabiler sind. Mit einer Maceration Carbonique muss also immer mit Vorsicht umgegangen werden. 

Die Böden im Beaujolais und die verschiedenenen Crus des Gamay

Boden ist ein entscheidender Faktor für den Geschmack eines Weines, durch seinen pH-Wert bestimmt er die Struktur des Weines. Die Böden des Beaujolais erstrecken sich von lehmig-kalkigen Böden im Süden des Landes bis zu Schwemmland im Norden. Im Osten sind die Böden weniger lehmig, sondern eher sauer und von Granit bestimmt. Die daraus resultierende Säure führt zu einem niedrigen pH-Wert, welcher den Wein stabilisiert und lagerfähig macht. Das Beaujolais ist außerdem von einem kontinentalen Klima geprägt und einem Nordwind, welcher sich positiv auf den Gesundheitszustand der Trauben auswirkt. Der Wind kann jedoch auch zu unangenehmen Spätfrösten führen, welche die jungen Triebe abtöten und die Ernte etwas schmälern.

NOCH MEHR